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24.10.2015 22:00 Alter: 4 yrs
Kategorie: Wettkampfberichte 2015

Punktspiele


Super cooler Start in die neue Regionalligasaison…

Aus Wernigerode brachten wir am 26.09.2015 ein 9:0 und damit die ersten zwei Punkte mit nach Hause. Dass der Sieg mit nur 5 abgegebenen Sätzen so deutlich ausfällt, war nicht zu erwarten, da wir auf Aleks Smirnov verzichten mussten und die Oberliga-Aufsteiger nicht unterschätzt werden dürfen. Aber auch die Harzer traten ohne ihre Nummer Drei an.

 

Kurioser hätte unser Heimspielauftakt am 09.10.2015 nicht laufen können...

Richtig viele Zuschauer, super gute Stimmung in der "Grünen Hölle" und ein tolles Vorprogramm bei dem wir uns offiziell vom alten Zelluloidball im Verein verabschiedeten.
Aber es fehlten mit Dmitry Zakharov und Aleksandr Smirnov unsere Nummern 1 und 3. Die beiden standen im Stau und konnten nicht rechtzeitig in der Halle sein. Natürlich hofften wir, dass sie es wenigstens bis zum Start der zweiten Einzelrunde schaffen können und danach sah es zwischendurch auch wirklich aus. Aus diesem Grunde wurde die Mannschaftsaufstellung nicht verändert und wir pokerten und kämpften. Gegen das Doppel 1 der Schlotheimer zogen Nick Neumann-Manz und ich zwar den Kürzeren, aber Thomas Hornbogen und Chris Albrecht gewannen ihr Doppel. Nick, Chris, Thomas und ich konnten auch alle unsere Einzel gewinnen. Wir waren echt gut drauf, obwohl unser Blick oft genug in Richtung Hallentür wanderte. Aber es sollte wohl nicht sein. Dmitry war zum Beginn seines zweiten Einzels nicht anwesend und somit ging trotz unserer starken Leistungen und des Zwischenstandes von 5:4 das Spiel mit 0:9 in die Wertung ein, da die Aufstellung nun nicht mehr der Wettkampfordnung entsprach. Das ist zwar bitter, aber leider nicht zu ändern. Zehn Minuten zu spät waren die beiden dann mit hängenden Köpfen vor Ort.

Wie immer einfach großartig war das Hohensteiner Publikum, das uns nach allen Kräften unterstütze und mit uns fieberte. Auch die Gäste aus Schlotheim waren total faire Gegner, die im Vorfeld einer Spielverlegung und auch einem späteren Beginn des Spiels an diesem Abend zustimmten.

 

Vier Punktspiele an zwei Wochenenden… Drei Niederlagen und ein sensationeller Sieg… Aber der Reihe nach…

 

Am 17.10.2015 standen wir gegen Effeltrich an den Tischen und wollten die verkorkste Heimspielniederlage der Vorwoche wieder ausmerzen. Natürlich waren wir diesmal vollzählig. Leider liefen wir von Beginn an einem Rückstand hinterher (1:2 nach den Doppeln und 2:7 nach der ersten Einzelrunde). Zwar kämpften wir uns nochmal auf 5:7 heran, aber die beiden folgenden Einzel gingen verloren, so dass die Niederlage mit 5:9 nicht abzuwenden war. Sieben 5-Satz-Spiele, davon vier Niederlagen und davon zwei 10:12 im Entscheidungssatz. Das war schon eine enge Geschichte. Leider konnte auch ich gegen Alexander Rattassep, einen der stärksten Spieler der Liga im unteren Paarkreuz, im ersten Einzel eine 10:6-Führung im Entscheidungssatz nicht über die Ziellinie retten. Gut gespielt, aber eben echt schade. Mein zweites Spiel ging nicht mehr in die Wertung ein.

Am Sonntagmorgen (18.10.2015) ging es auf nach Hettstedt. Dort starteten wir mit einer 2:1-Führung nach den Doppeln. Und auch bei den Zwischenständen von 5:2 und 7:5 aus unserer Sicht war durchaus noch alles im „grünen Bereich“. Doch das war es dann auch. Es sollte einfach nicht sein und die vier letzten Begegnungen gingen alle an die Gastgeber. So war die zweite, aber doch recht bittere Niederlage an diesem Wochenende besiegelt. Ich konnte an diesem Tag mein Leistungsvermögen vor allem gegen Alexander Pazdyka nicht abrufen. Die Aufregung, der nicht mehr gewohnte Zelluloidball, ein gut aufgelegter Gegner… Und auch an den 5-Satz-Spielen lag es diesmal nicht. Es gab nur drei davon und aus zwei dieser Begegnungen gingen wir als Sieger hervor. Spätestens nach diesen beiden Niederlagen ist klar, dass es einen großen Kampf um den Klassenerhalt geben wird.

 

Von Hettstedt aus fuhren wir dann nach Eilenburg ins Trainingslager und am vergangenen Wochenende wieder zum nächsten Doppelpunktspiel.

 

Am 24.10.2015 ging die Fahrt nach Regenstauf. Da sich fast alle Mannschaften der Liga für diese Saison verstärkt haben, war eher kaum mit einem Punktgewinn in Bayern zu rechnen. Aber wer uns kennt weiß, dass wir an uns glauben und kämpfen. Aber wieder lagen wir nach den Doppeln bereits mit 1:2 zurück. Da Regenstauf besonders ein starkes oberes Paarkreuz aufbietet und Nick zudem mit Rückenbeschwerden zu kämpfen hatte, stand es schneller als gedacht 1:5. Zwar kämpften wir uns nochmal auf 3:5 heran, aber am Ende ging die Partie mit 3:9 verloren. Immerhin war ich in guter Form und konnte mit meinem Sieg gegen Thomas Synkule ein Pünktchen beisteuern. Aber auch dieses Match war insgesamt deutlich enger als es das Ergebnis aussagt. Von fünf Partien, die erst im 5. Satz entschieden wurden, gewann nur unser Doppel 1. Aber irgendwann musste der Knoten doch mal platzen…

 

Als letztes Spiel des Punkspielmarathons fand dann am 25.10.2015 das Sachsenderby gegen den TTC Holzhausen vor heimischem Publikum in der Pfaffenberghalle statt. Natürlich konnten wir auf die lautstarke Unterstützung der 120 anwesenden Zuschauer zählen. Es ist echt richtig cool und macht riesen Spaß, vor so einer Kulisse zu spielen, aber es ist auch nicht ganz einfach. Jedenfalls gingen wir diesmal nach einer Niederlage von Nick und mir gegen das Holzhausener Spitzendoppel Hendrik Fuß/Robert Kempe aber zwei 5-Satz-Erfolgen unserer beiden anderen Doppel mit 2:1 in Führung. Am Ende der ersten Einzelrunde stand dann ein 6:3 zu Buche. Ich konnte zum ersten Mal gegen Falko Hille gewinnen, der in der letzten Saison nur sehr wenige Niederlagen einstecken musste. Nach dem verlorenen Spiel von Dmitry gegen Henne Fuß aber zwei weiteren Siegen von Nick und Aleks waren wir bei 8:4 einem Sieg nun wirklich richtig nahe. Leider gelang es Chris und Tommy nicht, den Sack bei jeweils 2:0-Führungen zuzumachen und es stand nur noch 8:6. In der Zwischenzeit hatte ich das Spiel gegen Paul Müller, gegen den ich bisher auch noch nie gewinnen konnte, begonnen. Da ich mit einem halben Auge am Nachbartisch war und hoffte, dass Thomas sein Einzel gegen Falko Hille doch noch irgendwie gewinnt, lag ich schneller als erwartet mit 0:2 zurück. Aber getragen von den Zuschauern kämpfte ich mich schließlich in das Match zurück und konnte tatsächlich zum 2:2 ausgleichen. Der Entscheidungssatz verlief bis zum Stand von 8:8 völlig ausgeglichen. Bei eigenem Aufschlag konnte ich mit 10:8 in Führung gehen. Aber nun konzentrieren und bloß nicht den Rückschlag vermasseln… 11:8… Sieg! Und ein unaussprechlicher Jubel von mir, unserem SARI-Team und den vielen Zuschauern!!!

Bei 34:30 Sätzen und 581:572 Bällen kann man ahnen, welche Spannung und Dramatik im Sachsenderby lag. Diesmal hatten wir bei vier von sieben Siegen im Entscheidungssatz auch wirklich das Glück auf unserer Seite. Natürlich wurde der Doppelpunktgewinn im Anschluss auch gefeiert.